Wasser ist eines unserer kostbarsten Güter. Doch Wasser ist nicht immer gleich Wasser: Neben den grundlegenden Anforderungen an kaltes und warmes Trinkwasser in einwandfreier hygienischer Qualität müssen je nach Bedarf auch andere Medien bereitgestellt werden. Dazu zählt aufbereitetes Wasser – von enthärtetem Wasser bis hin zu vollentsalztem Wasser.
Auch eine systematische Abwasserentsorgung ist zum Schutz des Grundwassers unverzichtbar. Dazu gehören getrennte Systeme für Niederschlags- und Schmutzwasser. Anspruchsvolle Installationen von Hebeanlagen und Abwasseraufbereitungsanlagen sind in komplexen Gebäuden häufig erforderlich.
Wasser ist das wichtigste Lebensmittel – ein ressourcenschonender Umgang ist daher Pflicht. Trinkwasserqualität liefert das Versorgungsunternehmen und bildet so die Grundlage für einwandfreie Wasserqualität am Wasserhahn.
Dem Nutzer eine hohe Wasserqualität bereitzustellen, die den jeweiligen speziellen Anforderungen entspricht, ist entscheidend. Eine durchdachte Planung trifft bereits frühzeitig Vorkehrungen, um Stagnation zu vermeiden und dem Legionellenwachstum entgegenzuwirken. Ebenso darf die zulässige Kaltwassertemperatur nicht überschritten werden und die richtige Auswahl von Rohrmaterialien und Dämmung sind bei jedem Anwendungsfall zu prüfen.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anwendungsfälle, in denen Wasseraufbereitung erforderlich ist – beispielsweise durch Enthärtungsanlagen bei stark kalkhaltigem Wasser oder spezielle Systeme in Gastronomie und Industrie. Vollentsalzungsanlagen oder Reinwasseranlagen werden dann für spezielle Anwendungen oder im Labor benötigt.
Neben der Wasserversorgung spielt auch die Abwassertechnik eine zentrale Rolle. Die Entwässerung von Regenwasser stellt bei komplexen Flachdächern in Verbindung mit Notentwässerungssystemen eine Herausforderung dar. Bei Metalldächern, etwa aus Kupfer, können zusätzlich Ionenabscheideranlagen notwendig werden. Auch die Versickerung kann bei hohen Grundwasserständen anspruchsvoll sein.
Im Bereich der Schmutzwassertechnik ist eine durchdachte Leitungsführung inklusive ausreichender Be- und Entlüftung essenziell. Hebeanlagen und Abscheider sind in vielen Gebäuden unverzichtbare Bestandteile einer sicheren und funktionalen Planung.
Weitere Informationen zur Sanitärtechnik
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Gebäuden, die spezielle Anforderungen an die Sanitärtechnik stellen. Dazu zählen Laborgebäude mit Reinwasseranlagen, hohen Anforderungen an Notduschsysteme sowie die Neutralisation des Abwassers. In Schwimmbädern ist eine völlig andere Anwendung die Umwälzung und Aufbereitung von Badewasser sowie der Einsatz verschiedenster Pumpanlagen für Rutschen und andere Attraktionen.
Ganz andere Anforderungen bestehen in der Gastronomie: Hier wird Wasser mit unterschiedlichen Härtegraden oder vollentsalztes Wasser für Spülmaschinen benötigt. Für die Entsorgung sind Fettabscheider meist in Kombination mit Hebeanlagen erforderlich. Weitere spezielle Anwendungen der Sanitärtechnik finden sich in zahlreichen Gebäuden und Prozessen.
Sanitärtechnik umfasst im Grunde alles, was mit der Nutzung von Wasser zu tun hat. Dazu gehört die komplette Trinkwasserinstallation inklusive Dämmung zur Bereitstellung von Wasser im Gebäude. Die Auswahl von Sanitärarmaturen und -objekten sowie sämtlicher Hygieneaccessoires ist ebenso Teil der Sanitärtechnik wie die Wasseraufbereitung oder Druckerhöhungsanlagen.
Ein weiterer Bereich ist die Entsorgung: angefangen bei der Dachentwässerung, gegebenenfalls inklusive Notentwässerung, bis hin zu Abscheideranlagen und Versickerungssystemen. Innerhalb des Gebäudes zählen dazu die Rohrsysteme mit den notwendigen Be- und Entlüftungen, gegebenenfalls Dämmungen sowie erforderliche Abscheider- und Hebeanlagen – bis zum Anschluss an das kommunale Kanalnetz.
Mit Trinkwassersystemen bezeichnet man die Wasserversorgung innerhalb eines Gebäudes, auch wenn darunter weitere Systeme fallen, die nach der Trinkwasserverordnung kein Trinkwasser mehr sind – zum Beispiel Leitungen für Heizungsfüllwasser oder Wasserkreisläufe in bestimmten Anlagen.
Im Gegensatz dazu umfassen Abwassersysteme alle Rohrleitungssysteme, die für die Ableitung des Abwassers von der Verwendungsstelle bis zum Kanalanschluss oder zur Versickerung zuständig sind.
Am Anschlusspunkt wird vom kommunalen Versorgungsunternehmen Wasser in Trinkwasserqualität bereitgestellt. Dieses ist jedoch kein destilliertes Wasser – enthaltene Keime können sich vermehren oder durch Installationsmaterialien zusätzlich in das Trinkwasser eingetragen werden.
Ein bekanntes Beispiel ist die sprunghafte Vermehrung von Legionellen bei Stagnation. Um dem entgegenzuwirken, sorgt eine durchdachte Planung dafür, Stagnation zu vermeiden, ohne dabei unnötig Wasser zu verschwenden.
Das anfallende Niederschlagswasser wird in der Regel auf dem eigenen Grundstück versickert. Um es zu nutzen, wird es vor der Versickerung in einer Zisterne gespeichert. Mittels einer Pumpenanlage und eines separaten Rohrleitungssystems kann das Regenwasser anschließend eingesetzt werden.
Meistens dient es der Gartenbewässerung, da der Aufwand für die Aufbereitung – etwa durch Filteranlagen oder weitere Systeme – für die Nutzung im Gebäude sowohl bei der Installation als auch bei der Wartung nicht unerheblich ist.
Bei vielen Komponenten ist eine jährliche Wartung sinnvoll. Dazu zählen Hebeanlagen, Druckerhöhungsanlagen, Wasseraufbereitungen oder Abscheideranlagen. Auch die Warmwasserbereitung sollte regelmäßig kontrolliert werden, um übermäßige Verkalkung zu vermeiden.
Oft wird übersehen, dass in Sanitärräumen auch die Verfugungen (Silikonfugen) regelmäßig erneuert werden müssen – sonst können erhebliche Schäden entstehen.
Bei Wohnanlagen ist zudem eine regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität wichtig, um den Ansprüchen von Mietern oder Eigentümern gerecht zu werden.
Bei einer Druckentwässerung baut sich ein Überdruck in der Rohrleitung auf. Das bedeutet, dass die Rohrleitung stets vollständig mit Wasser gefüllt sein muss.
Im Gegensatz dazu steht die Schwerkraft- oder Freispiegelentwässerung: Hier ist die Rohrleitung nur teilweise mit Wasser gefüllt, der Rest der Leitung enthält Luft.
Die frühzeitige Planung der Sanitärtechnik ist aus zwei Gründen entscheidend:
Erstens die Abwasserentsorgung. Abwasserleitungen müssen mit Gefälle verlegt werden und können nur „nach unten“ geführt werden. Damit ist die Abwasserinstallation eines der unflexibelsten Gewerke der gesamten Gebäudetechnik. Eine sorgfältige Trassenplanung und Koordination ist daher frühzeitig notwendig.
Zweitens die Trinkwasserinstallation. Eine klar gegliederte Leitungsführung erleichtert die Gewährleistung der Trinkwasserhygiene und minimiert die Betriebskosten für Hygienespülungen und Zirkulationsverluste.
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