Die Gebäudeautomation ist der „Dirigent“ der technischen Anlagen. Alle Komponenten – wie Aktoren, Sensoren, Antriebe, Feld- und Busverkabelung, Automationsstationen (ASP/ISP) und Managementsysteme – werden aufeinander abgestimmt. Nach dem Subsidiaritätsprinzip werden Funktionen möglichst dezentral verarbeitet. Auf der Managementebene werden nur übergeordnete Informationen wie Betriebs-, Stör- und Wartungsmeldungen zentral angezeigt.
Bei der Gebäudeautomation kommt es darauf an, dem Nutzer die Bedienung so einfach wie möglich zu gestalten. An die einzelnen Anlagen werden häufig zahlreiche Anforderungen gestellt. Dazu zählen Komfortfunktionen wie Temperatur, Luftfeuchte, Warmwasser, Luftqualität, Verschattung usw.
Neben der Erfüllung dieser Komfortansprüche wird jedoch auch eine möglichst hohe Energieeffizienz erwartet. Darüber hinaus verfügen manche Anlagen über zusätzliche Sicherheitsfunktionen oder sind ausschließlich für Havarieszenarien, wie z. B. Stromausfälle oder Brandereignisse, zuständig.
Bereits bei Anlagen einer mittleren Größe müssen tausende Datenpunkte verarbeitet werden. Ein manueller Betrieb ist daher nicht mehr zu leisten, da die Anlagen aufgrund der Vielzahl an Funktionen sehr komplex sind. Der Nutzer sollte daher nur die notwendigen Betriebs- und Wartungsmeldungen sowie – im Störungsfall – priorisierte Fehlermeldungen erhalten, die gezielt an den Betreiber weitergeleitet werden.
Die Gebäudeautomation ist ein Gewerk, das maschinentechnische, hydraulische und elektrotechnische Kenntnisse erfordert. Die Planung umfasst Regelschemata, Datenpunktlisten sowie Anlagenbeschreibungen.
Obwohl es im Bausektor zahlreiche Normen und Richtlinien gibt, sind in der Gebäudeautomation vergleichsweise wenige Vorschriften vorhanden. Die Richtlinien VDI 3814 sowie die DIN EN 16484 gelten als anerkannter Stand der Technik und bilden die Grundlage für die Planung. Sie definieren unter anderem Vorgaben für die Umsetzung sowie Standards für Datenpunktlisten und Regelschemata.
Das bedeutet, dass in der Planung und Ausführung große Freiheitsgrade bestehen. Umso wichtiger ist eine strukturierte und aussagekräftige Planung, die eine klare und einheitliche Umsetzung sicherstellt.
Die Gebäudeautomation umfasst die Regelung und Steuerung aller technischen Anlagen. In den sogenannten Automationsschwerpunkten (ASP oder ISP) ist die gesamte Intelligenz für die Verarbeitungsfunktionen untergebracht.
Zur Gebäudeautomation zählt außerdem die Feldebene. Diese besteht aus der Verkabelung für alle Fühler und Sensoren sowie für Stellglieder.
Den einzelnen ASP übergeordnet ist die Managementebene mit einem Leitrechner, auf dem alle Funktionen über sogenannte Anlagenbilder dargestellt werden.
Die Gebäudeautomation ist der „Dirigent“ der technischen Anlagen im Gebäude. Ähnlich wie in einem Orchester gibt es viele einzelne Solisten, die aufeinander abgestimmt werden müssen, damit das Zusammenspiel reibungslos funktioniert. Jedes Gewerk erfüllt dabei seine eigene Aufgabe, wofür zahlreiche Funktionen erforderlich sind.
Zu den wesentlichen Bestandteilen der Gebäudeautomation gehören:
Die einzelnen Verarbeitungsfunktionen unterliegen dem Subsidiaritätsprinzip. Das bedeutet, dass jede Aufgabe möglichst weit unten in der Hierarchie abgearbeitet wird. Dies erfolgt in der Regel mithilfe standardisierter Verarbeitungsfunktionen.
Auf der Managementebene werden anschließend nur noch übergeordnete Informationen dargestellt, wie beispielsweise Störmeldungen, Wartungsmeldungen oder andere für den Nutzer relevante Daten.
Ab einer gewissen Größenordnung und Komplexität können technische Anlagen ohne Gebäudeautomation nicht mehr effizient betrieben werden. Der Vorteil liegt in einem optimal aufeinander abgestimmten Betrieb der einzelnen Anlagen und Gewerke.
Anlagenzustände sowie Betriebs-, Stör- und Wartungsmeldungen werden zentral auf dem Leitrechner angezeigt.
Als Smart Home bezeichnet man die Automatisierung (Intelligenz) in meist kleineren Einheiten wie Wohnungen oder Einfamilienhäusern. Dabei werden die einzelnen Gewerke miteinander verknüpft. Beispielsweise wird beim Verlassen der Wohnung oder des Gebäudes die Heizung heruntergeregelt oder bei der Rückkehr automatisch das Licht eingeschaltet.
Im Gegensatz dazu steuert die Gebäudeautomation größere und komplexere Anlagen. So wird beispielsweise die Klimaanlage exakt an die aktuelle Nutzung angepasst, während die Wärme- oder Kälteversorgung die benötigte Energie bereitstellt.
Auch die elektrische Energie wird einbezogen, ebenso wie die automatische Ausgabe von Wartungsmeldungen und Störmeldungen.
Die Gebäudetechnik umfasst die gesamte im Gebäude verbaute Technik, einschließlich der Gebäudeautomation. Die Gebäudeautomation stellt dabei die Intelligenz der technischen Anlagen dar, ist jedoch nur ein Teil des Gesamtsystems.
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